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Straubing
kann als die Krippenstadt Niederbayerns gelten.
Das reiche
Kaleidoskop besonders schöner Krippendarstellungen begründet
diesen Ruf.
Die Stadt Straubing bietet deshalb ihren Besuchern und ihren Bewohnern
den
„Krippenweg“ an und lädt in der Weihnachtszeit ein zum alten Brauch
des „Krippenlaufens".
Die
Straubinger Krippentradition begann im Jahre 1631 mit dem
Einzug der Jesuiten
und erlebte eine Blüte in der Epoche
des Barocks. Durch das Krippenverbot in der Zeit
der Aufklärung
ging manches Krippengut verloren. Vor allem seit der
Mitte
des 19. Jahrhunderts setzte eine Wiederbelebung des
Krippenbaus und der
Krippengestaltung ein. Sehenswerte
Krippen finden sich in allen Teilen der Stadt,
in den
katholischen Kirchen ebenso wie etwa in der evangelischen Versöhnungskirche,
im Marienstift und im Klinikum St.
Elisabeth.
Der „Krippenweg” konzentriert sich auf die besonders
wertvollen und bedeutenden
Darstellungen im historischen
Zentrum. Er macht damit nicht nur mit den
Krippen
selbst bekannt, sondern auch mit einigen der wichtigsten Gotteshäuser
Straubings
von der Zeit der Spätgotik bis zum
Rokoko und beginnenden Klassizismus.
Beim „Krippenlaufen”
und „Krippenschauen” auf dem Krippenweg
begegnet
der Besucher Figuren und Ausstattungsteilen aus fünf
Jahrhunderten. Er findet
zeitgenössische Gestaltungen
wie die Rieser-Krippe in der Sparkasse und
verschiedene
Arbeiten Straubinger Krippenbauer. In
das 19.
Jahrhundert reichen die Jahreskrippen
in St. Jakob und in der
Krippenstube bei den Karmeliten zurück.
Die Inszenierungen
in den Klosterkirchen der Ursulinen und der Karmeliten
und
in der Jesuitenkirche enthalten Schöpfungen bzw.
Rekonstruktionen des Barocks.
Die beweglichen Szenen in
der Krippenstube der Karmeliten sind nicht nur für
Kinder
eine Attraktion.
Das „Krippenlaufen”
wird von Gästeführerinnen und Gästeführern
des Amtes
für Tourismus begleitet und erfreut sich wachsender
Beliebtheit.
Die weihnachtlichen Darstellungen machen den
Zusammenhang von volksnaher Kunst
und gläubiger
Frömmigkeit deutlich. Wir wünschen einen besinnlichen Advent,
eine glückliche Sternsuche beim „Krippenschauen”,
eine fruchtbare Begegnung
mit dem schönsten
Fest des Jahres, der Geburt Jesu.
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